Donnerstag, 28. April 2016

Jelly Roll die Erste - it´s magic

Es gibt Dinge, von denen ahnt man ja nix, bis sie einen quasi überfahren. Ich brauchte innerhalb weniger Tage ein Herzensgeschenk für einen Lieblingsmenschen....mir fiel da spontan eine Kuscheldecke ein. Aber in so kurzer Zeit mal so nebenbei noch eine Decke zusammenzimmern?
Egal...im schlimmsten Fall hätte ich auch nur das Top verschenkt und den Rest nach dem Stichtag fertiggemacht.
Da mussten dann schnell ein paar Entscheidungen her: Muster, Stoff, Rückseite....großes Kopfkino, tausend Ideen. Der Faktor Zeit war natürlich entscheidend; ich brauchte den passenden Stoff, am besten sofort; keine Zeit für große Zuschneide- und Nähorgien. Was bleibt? Layer Cake oder Jelly Roll!


Letztere war relativ schnell gefunden, obwohl ich ein grafisches Muster in gedeckten, eher herbstlichen Farben haben wollte. Der Standard scheint ja eher blumig und bunt zu sein. Das Quiltmuster habe ich mir aus einem Video der lieben Jenny von Missouri Star Quilt abgeguckt und konnte dann sofort loslegen.


So eine Jelly Roll ist schon schön, wie sie da so akkurat vor einem liegt. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass das für eine ganze Decke reichen soll...


Das Nähen der einzelnen Bahnen war total einfach, ich hab gute drei Stunden gebraucht, um die Rechtecke für die Dreiecke zuzuschneiden und alle Streifen miteinander zu verbinden. Das fertige Top hatte nun eine Größe von 135 x 155 cm. Ich gehe bei einer Sofadecke immer von einer Mindestgröße eines Standardbettes aus; die Breite passte also, die Länge war 40 cm zu kurz. Glücklicherweise hat sich in meinem Stoffbestand noch ein passender Ergänzungsmeter gefunden, um oben und unten noch 20 cm anzunähen.

Blöder Grünstich im Bild :(

Für die Rückseite habe ich die kuscheligste aller Kuscheldecken gekauft - haptisch ein echter Traum! Leider fluste das Ding beim Verarbeiten, das man beim Einatmen fast erstickt wäre...aber das war es wert. Laut Verpackung handelt es sich bei dem Material um "Mikroflanell" - etwas langfloriger auf der einen Seite, auf der anderen der typische Mikrofleece. Das Wichtigste: Nicht elastisch!
Die Kaufdecke habe ich ohne weitere Absteppungen einfach hinterlegt und mit einem ganz schmalen Binding eingefasst. Leider zu schmal - die Ecken haben ein wenig darunter leiden müssen.
Damit habe ich in knapp sechs Stunden eine wunderschöne, leichte und extrem schmusige Decke gezaubert, die ich am liebsten behalten würde. Aber das sind ja bekanntlich die besten Geschenke. Ich hoffe, dass sich die Empfängerin ordentlich freut. Es kommt auf jeden Fall von Herzen!



Das Tochterkind hat gleich mal probegekuschelt. Bestellungen liegen bereits von beiden Kindern vor ;)


Bis bald!

Maren
 Jelly Roll: Reel Time Zen Chic von Moda über littlefield-BERLIN bei DaWanda

Decke für die Rückseite aus dem heimischen Möbelladen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen